eher als erwartet kehrte ich am dienstag aus der schweiz zurück. hat den unschlagbaren vorteil, dass die einkäufe wieder günstiger, musik hören nach wunsch wieder möglich und der besuch der diesjährigen
c/o pop drin ist.
mit der zimmersuche lief es so lala, da müssen noch ein paar tunnel gegraben respektive berge versetzt werden. but das wird schon werden.
erster programmpunkt der c/o pop war das mittwoch abend stattgefunden habende konzert des
fetten brots im
jugendpark. kann zwar nicht gerade behaupten, dass ich mir das ticket wegen den drei hamburgern gekauft habe, aber wenn man schon die möglichkeit hat, kann man ja auch hingehen. und: war nicht schlecht. begleitet von einer fünf mann zählenden band plus dj wurde ein programm kredenzt, welches mehrfach zwischen hiphop-basics (band weg, dj noch da), ziemlich gelungenem interpretieren anderer genreklassiker (bsp:
killing in the name -
ratm) und funk changierte. ohne allzu bieder zu wirken. fettes brot waren, sind und werden nicht meine musical darlings, aber es standen halt leute auf der bühne die brannten. und wenn irgendetwas wichtig ist, dann doch für etwas zu brennen.
gestern startete nun das ins festival integrierte festival der besten musikzeitschrift deutschlands, das
monsters of spex.
opener waren die
amusements parks on fire. da ich nur die hälfte deren gigs mitbekam will ich mich hier auch nicht allzu deutlich auslassen. nur das: hat mir nicht gefallen, klang alles nach recht unpräzisem indie-rock odersowasinderart. nächste tasse tee...
..und die hatte schuss.
the infadels kamen auf die bühne gerannt wie drittklässler in die turnhalle stürmen: mit wehenden fahnen, einer handbreit wahnsinn und dandieskem schal (rot, weiß, beige) um den hals. wenn maximo park drei tage in nem solebad lungern, währenddessen mit trockenfutter und pistazieneis ernährt werden und ihnen
!!! in kniescheibe und rückenmark implantiert werden, dann ist man vielleicht nicht nah dran an klang und habitus der
infadels, aber bestimmt auf einem guten weg.
auf den fuß folgten
art brut und
the yeah yeah yeahs. alles ganz nett. aber nicht für die ewigkeit bestimmt. aber das sollte popmusik ja auch nicht. aber ein wenig mehr wäre schon gut. anyway, ich verfasele mich.
an- und abschließend suchten wir die festivalzentrale auf. die war total überfüllt. grund war
laurent garnier, der mit saxophonist philippe nadaud und pianist benjamin rippert einmal eine interessante lehrstunde in sachen musikalität eines dj's gab. house ist meist nicht so mein fall. aber in dem fall war es schon beeindruckend zu sehen wie ein dj mit zwei liveinstrumentalisten harmonieren kann. und da es zum tanzen eh zu voll war, konnte die konzentration nunmal voll und ganz auf dem schaffen auf der bühne liegen. sehr gut.
der nächste tag hatte es in sich. ich hatte zunächst keine lust mir lauter unbekanntes auf dem monsters of spex zu geben. von daher sah ich nur jan delay & disko no. 1 und nouvelle vague. beides hat sich gelohnt. nouvelle vague kannte ich nur vom lesen, hören, sagen, da ich mir erstaunlich wenig cd's in letzter zeit kaufe. und wenn, dann ist es hip hop. na, denen gegenüber wird ja oft das todesurteil 'fahrstuhlmusik' gefällt. ich weiß nicht wie die so im studio klingen, aber live hatte vor allem das kokette auftreten der beiden singenden frontdamen seine reize. aber auch die akustik fand ich gut. kann ich mir nicht immer geben, aber nach einigen wochen vornehmlich techno, war diese monsters of spex veranstaltung wie so eine erdung. dazu haben nouvelle vague ihren teil beigetragen.
tja, der jan ging dann mit seiner funkkapelle auch richtig in die vollen. schön zu sehen, dass er mit dem anlegen eines edlen herrenanzugs nicht die hiphop attitüde abgibt. kurzum: mein highlight des monsters of spex.
thema highlight: abends gings wieder in die festivalzentrale am rhein. die kompakt total 7, des
kompakt labels fand statt. und wie sie das tat. ich habe es geschafft, koze (dj), superpitcher (dj), michael mayer ()dj, beatschubiger (dj), jo saurbier (dj), the modernist (live) und reinhard voigt (live) zu sehen. highlights waren reinhard voigt, koze, beatschubiger, superpitcher. tanzen bis es hell wird. gegen halb acht bin ich aus dem laden raus und konnte mich nur knapp davon abhalten dem tross gen after hour im fundament der hohenzollernbrücke zu folgen. wird das beste gewesen sein.
weil am nächsten tag gabs ja die
dresden dolls (wollt ich wirklich sehen) und
bela b (wenn man schon ein ticket hat...) im jugendpark zu sehen. die beiden klavierspielenden und schlagzeugenden amerikanerInnen haben mir sehr gut gefallen. bringe eine ganze menge energie und herz über den bühnengraben rüber. bela b war halt so ok, ist nicht wirklich meine musik, und sehr lustig auch.
dann ab zur
deutschlandreise. aufwärmen im subways bei schaeben&voss feat. schad privat, überhitzen im stadtgarten bei
basswerk,
pathfinder und tatort. puh, um sieben uhr morgens noch zu drum 'n' bass zu tanzen kann ganz schön anstrengen. aber auch glücklich machen.
zum abschluss haben ab sonntagnachmittag noch einmusik, dominik eulberg, die wighnomy brothers das bootshaus gerockt. um 22h war bei mir alles dicht. einmusik und dominik eulberg mussten reichen. so schade es auch ist, die wighnomy brother nich nitgebnommen haben zu können (?).
war ne abgefahrene woche.